Unsere Energiespartipps
Warum sich ein genauer Blick auf das EU-Energielabel lohnt
Wer Strom sparen und seine Haushaltskosten senken möchte, sollte beim Kauf von Elektrogeräten auf das EU-Energielabel achten. Es zeigt auf einen Blick, wie effizient ein Gerät arbeitet.
Die Energieeffizienz wird in Klassen von A bis G eingeteilt:
- A steht für einen sehr niedrigen Energieverbrauch
- G kennzeichnet einen hohen Energieverbrauch
Je besser die Klasse, desto geringer sind in der Regel die Stromkosten über die gesamte Nutzungsdauer.
Geräte ohne sichtbares Energielabel sollten möglichst nicht gekauft werden. Sie verbrauchen häufig deutlich mehr Strom und belasten sowohl die Umwelt als auch das eigene Budget unnötig.
Ein Vergleich vor dem Kauf lohnt sich – besonders bei Kühlschränken, Waschmaschinen, Trocknern oder Geschirrspülern, die täglich im Einsatz sind.
Energiespartipps beim Heizen
So senken Sie Ihre Heizkosten effektiv
Richtiges Heizen spart Energie, schont die Umwelt und reduziert spürbar die Heizkosten. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich bereits viel erreichen.
Türen geschlossen halten
Halten Sie die Türen zu beheizten Räumen geschlossen. So bleibt die Wärme dort, wo sie benötigt wird, und verteilt sich nicht unkontrolliert in kältere Bereiche.
Raumtemperatur bewusst wählen
Heizen Sie nicht mehr als nötig. Bereits ein Grad Celsius mehr erhöht die Heizkosten um rund sechs Prozent. Eine konstante Raumtemperatur von etwa 15 Grad Celsius ist empfehlenswert. Ungenutzte Räume können tagsüber auf 15 bis 18 Grad beheizt werden. Wichtig: Schalten Sie die Heizung im Winter nicht komplett aus, da sonst Wände auskühlen und später mehr Energie zum Aufheizen benötigen.
Heizkörper freihalten
Verdecken Sie Heizkörper nicht mit Möbeln, Vorhängen oder Verkleidungen. Nur freie Heizkörper geben die Wärme optimal an den Raum ab.
Auf gute Dämmung achten
Gut abgedichtete Fenster und Türen verhindern Wärmeverluste. Achten Sie besonders auf eine ausreichende Isolierung von Heizkörpernischen, damit keine Wärme durch Außenwände verloren geht.
Wärme im Haus halten
Schließen Sie abends Fenster und Rollläden. So bleibt die gespeicherte Wärme länger im Raum.
Langfristig investieren
Gut gedämmte Hauswände und Fenster mit dreifacher Verglasung reduzieren dauerhaft den Energieverbrauch. Auch die Ausrichtung der Räume kann helfen:
- Schlafräume nach Norden
- Wohnräume nach Süden
So lässt sich die natürliche Sonneneinstrahlung optimal nutzen.
Energiespartipps beim Lüften
Richtig lüften schützt vor Schimmel und spart Heizenergie
Gutes Lüften sorgt für ein angenehmes Raumklima – und hilft gleichzeitig, Energie zu sparen. Entscheidend ist dabei nicht, wie lange gelüftet wird, sondern wie.
Stoßlüften statt gekippter Fenster
Dauerlüften mit gekippten Fenstern ist nicht empfehlenswert, weil dabei über längere Zeit Wärme verloren geht. Besser ist Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster weit und lüften Sie Ihre Wohnung drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten.
Keller im Sommer nur vorsichtig lüften
Kellerräume sollten im Sommer nicht oder nur wenig gelüftet werden. Warme, feuchte Außenluft kann an den kühlen Kellerwänden kondensieren – dadurch entsteht schnell Feuchtigkeit, die Schimmel begünstigt.
Möbel mit Abstand zur Wand stellen
Lassen Sie zwischen Möbeln und Außenwänden etwas Platz. An Wänden ohne Luftzirkulation kann sich Feuchtigkeit leichter sammeln – besonders hinter großen Schränken oder Sofas.
Luftfeuchtigkeit im Blick behalten
Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit einfach kontrollieren. Für Wohnräume gelten 40 bis 60 Prozent als ideal. So beugen Sie Schimmel vor und sorgen für ein gesundes Raumklima.
Energiespartipps beim Duschen
Warmwasser sparen und Kosten reduzieren
Beim Duschen und im täglichen Umgang mit Warmwasser steckt großes Sparpotenzial. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Wasser- und Energiekosten deutlich senken.
Warmwasserspeicher richtig einstellen
Die Temperatur von Warmwasserspeichern sollte nicht höher als 55 bis 60 Grad Celsius eingestellt sein. Höhere Temperaturen sind meist unwirtschaftlich. Je größer der Temperaturunterschied zur Umgebungsluft, desto höher sind die Wärmeverluste – und damit auch der Energieverbrauch.
Durchflussbegrenzer nutzen
Ein Durchflussbegrenzer hilft, Wasser zu sparen. Diese leicht montierbaren Armaturen mischen dem Wasserstrahl Luft bei. Dadurch wirkt der Strahl weiterhin kräftig und voluminös, obwohl weniger Wasser verbraucht wird.
Duschen statt Baden
Duschen ist deutlich sparsamer als Baden. Ein Vollbad verbraucht etwa so viel Energie und Wasser wie drei Duschvorgänge à sechs Minuten.
Wasser nicht unnötig laufen lassen
Lassen Sie den Wasserhahn beim Zähneputzen oder Einseifen nicht laufen. Bereits in drei Minuten fließen rund 20 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss.
Tropfende Wasserhähne reparieren
Auch kleine Undichtigkeiten summieren sich: Ein tropfender Wasserhahn kann bis zu 5.000 Liter Wasser pro Jahr verschwenden. Eine schnelle Reparatur lohnt sich daher doppelt.
Haushaltschemikalien sparsam einsetzen
Verwenden Sie Seife, Duschgel, Shampoo und Reinigungsmittel bewusst und sparsam. Das schont die Umwelt, reduziert die Belastung des Abwassers und spart zusätzlich Wasser.
Energiespartipps beim Kühlen
Strom sparen mit Kühlschrank und Gefrierschrank
Kühl- und Gefriergeräte laufen rund um die Uhr – hier lässt sich mit dem richtigen Umgang dauerhaft Energie sparen.
Die richtige Größe wählen
Die Größe des Kühlschranks sollte zum Haushalt passen:
- Ein Single-Haushalt kommt in der Regel mit 100 bis 140 Litern Fassungsvermögen aus.
- Für eine vierköpfige Familie sind etwa 50 Liter pro Person sinnvoll.
Ein zu großes Gerät verbraucht unnötig Strom.
Auf das Gefrierfach verzichten
Ist bereits eine separate Gefriertruhe vorhanden, empfiehlt sich ein Kühlschrank ohne Gefrierfach. Ein einfaches Kühlgerät verbraucht etwa ein Drittel weniger Strom als ein Kombigerät gleicher Größe.
Temperatur optimal einstellen
- Kühlschrank: +5 bis +7 Grad Celsius
- Gefrierschrank: -18 Grad Celsius
Niedrigere Temperaturen erhöhen den Stromverbrauch, ohne zusätzlichen Nutzen.
Standort beachten
Der Kühlschrank sollte an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort stehen. Vermeiden Sie die Nähe zu Herd, Heizung oder direkter Sonneneinstrahlung – das Gerät muss sonst stärker arbeiten.
Keine warmen Speisen einräumen
Lassen Sie warme Speisen erst abkühlen, bevor Sie sie in den Kühl- oder Gefrierschrank stellen. Andernfalls steigt der Energieverbrauch deutlich.
Türöffnungen kurz halten
Ordnen Sie Lebensmittel übersichtlich an. So vermeiden Sie langes Suchen und unnötiges Offenstehen der Tür – jede Öffnung lässt Kälte entweichen.
Dichtungen regelmäßig prüfen
Kontrollieren Sie die Gummidichtungen regelmäßig. Verschmutzte oder poröse Dichtungen führen dazu, dass Kälte verloren geht und das Gerät mehr Strom verbraucht.
Regelmäßig abtauen
Dicke Eisschichten erhöhen den Energieverbrauch. Daher sollten Kühl- und Gefriergeräte regelmäßig abgetaut werden.
Energiespartipps beim Kochen
Effizient kochen und Stromkosten senken
Beim Kochen und Backen lässt sich mit einfachen Gewohnheiten viel Energie sparen. Besonders Herd und Backofen gehören zu den größeren Stromverbrauchern im Haushalt.
Passende Töpfe und Pfannen verwenden
Achten Sie auf Töpfe mit gut wärmeleitenden, ebenen Böden. Die Unterseite sollte sauber sein, damit die Wärme optimal übertragen wird.
Der Durchmesser von Topf und Kochstelle sollte übereinstimmen. Ist der Topf zu klein, geht Energie verloren.
Deckel richtig aufsetzen
Verwenden Sie einen passenden Deckel und achten Sie darauf, dass er gerade aufliegt. Bereits ein schräg sitzender Deckel kann den Stromverbrauch deutlich erhöhen.
Schnellkochtopf nutzen
Bei längeren Garzeiten lohnt sich ein Schnellkochtopf. Er verkürzt die Kochzeit und spart etwa 30 Prozent Energie.
Restwärme ausnutzen
Schalten Sie Herd oder Kochstelle einige Minuten vor Ende der Garzeit aus und nutzen Sie die vorhandene Restwärme.
Vorheizen überdenken
Vorheizen beim Backen oder Braten ist nicht immer notwendig und verbraucht häufig unnötig Energie. Prüfen Sie, ob es wirklich erforderlich ist.
Backofentür geschlossen halten
Öffnen Sie die Backofentür möglichst selten. Jede Öffnung lässt Hitze entweichen und erhöht den Energiebedarf.
Umluft bevorzugen
Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- und Unterhitze. Die benötigte Temperatur liegt dabei etwa 20 bis 30 Grad niedriger.
Kleingeräte einsetzen
Für kleinere Mengen sind Wasserkocher, Eierkocher oder Kaffeemaschinen oft energieeffizienter als der Herd. Diese Geräte verbrauchen in der Regel deutlich weniger Strom.
Energiespartipps beim Waschen und Trocknen
Strom- und Wasserverbrauch im Haushalt reduzieren
Waschmaschine und Wäschetrockner zählen zu den regelmäßig genutzten Haushaltsgeräten. Mit der richtigen Nutzung lassen sich Energie- und Wasserkosten deutlich senken.
Waschmaschine richtig beladen
Beladen Sie die Waschmaschine möglichst voll – ohne sie zu überfüllen. Halbvolle Trommeln verbrauchen unnötig Strom und Wasser.
Auf Vorwäsche verzichten
Nutzen Sie das Vorwaschprogramm nur, wenn es wirklich notwendig ist. In den meisten Fällen reicht ein normales Waschprogramm aus.
Temperatur bewusst wählen
Häufig sind hohe Temperaturen nicht erforderlich:
- 40 Grad genügen in der Regel für Buntwäsche.
- Selbst stark verschmutzte Wäsche wird oft bereits bei 60 Grad hygienisch sauber.
Niedrigere Temperaturen sparen Energie, da weniger Wasser aufgeheizt werden muss.
Beim Neukauf auf Effizienz achten
Achten Sie beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf einen möglichst geringen Wasserverbrauch. Je weniger Wasser erhitzt werden muss, desto geringer ist der Energiebedarf.
Hohe Schleuderdrehzahl nutzen
Wenn Sie einen Wäschetrockner verwenden, ist eine Waschmaschine mit hoher Schleuderdrehzahl sinnvoll. Gut vorgeschleuderte Wäsche enthält weniger Restfeuchte und verkürzt die Trocknungszeit.
Trockner effizient nutzen
Füllen Sie den Trockner mit Textilien ähnlicher Größe, Materialart und Dicke. So verkürzt sich die Trockendauer und der Energieverbrauch sinkt.
Nehmen Sie die Wäsche nach Programmende möglichst schnell heraus. Das reduziert Knitterfalten, spart Bügelzeit und vermeidet unnötigen Energieverbrauch.
Lufttrocknung bevorzugen
Verzichten Sie gelegentlich auf den Wäschetrockner und trocknen Sie Ihre Wäsche an der frischen Luft. Das spart Strom und schont gleichzeitig die Textilien.
Energiespartipps beim Geschirrspülen
Wasser und Strom im Alltag sparen
Auch beim Geschirrspülen lässt sich mit einfachen Maßnahmen Energie und Wasser sparen – besonders bei der Nutzung der Spülmaschine.
Auf Vorspülen verzichten
Spülen Sie verschmutztes Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor. Moderne Geschirrspüler sind dafür ausgelegt, Speisereste eigenständig zu entfernen. Das Vorspülen erhöht unnötig den Wasserverbrauch.
Spülmaschine vollständig beladen
Starten Sie die Spülmaschine erst, wenn sie vollständig beladen ist. Halbvolle Maschinen verbrauchen genauso viel Energie und Wasser wie volle – die Effizienz sinkt dadurch deutlich.
Reinigungsmittel dosiert einsetzen
Verwenden Sie nur so viel Reinigungsmittel wie notwendig. Eine Überdosierung verbessert das Reinigungsergebnis meist nicht, belastet jedoch Umwelt und Abwasser.
Sparprogramme bevorzugen
Nutzen Sie das Intensivprogramm nur bei stark verschmutztem Geschirr. Für den täglichen Gebrauch sind Energiespar- oder Eco-Programme in der Regel ausreichend und deutlich effizienter.
Energiespartipps für Beleuchtung und Stromverbrauch
Effizient beleuchten und unnötigen Stand-by-Verbrauch vermeiden
Beleuchtung und elektrische Geräte im Stand-by-Modus verursachen oft unbemerkt hohe Stromkosten. Mit der richtigen Technik und kleinen Gewohnheitsänderungen lässt sich hier viel Energie sparen.
LED statt Glühbirne
Moderne LED-Lampen verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glüh- oder Halogenlampen. Gleichzeitig haben sie eine wesentlich längere Lebensdauer.
Energiesparlampen halten bis zu zwölfmal länger als klassische Glühbirnen und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom.
Licht gezielt einsetzen
Schalten Sie das Licht nur dort ein, wo es wirklich benötigt wird. In wenig genutzten Räumen lohnt sich der Einsatz von Bewegungsmeldern oder Zeitschaltfunktionen.
Geräte vollständig ausschalten
Viele Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus Strom. Schalten Sie Fernseher, Computer, Ladegeräte oder Küchengeräte vollständig aus oder nutzen Sie abschaltbare Steckdosenleisten.
Tageslicht nutzen
Nutzen Sie möglichst viel natürliches Tageslicht. Helle Wandfarben und gezielte Platzierung von Lampen verbessern die Lichtausbeute zusätzlich.