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Wie die Zeit vergeht: 50 Jahre wird die neu.sw Schwimmhalle in diesem Jahr alt – und noch immer lädt sie Kinder und Erwachsene, Neubrandenburger und ihre Gäste zum Baden ein. 80.000 kommen jährlich, um sich fit zu halten und Schwimmen zu lernen. Aus Anlass des Jubiläums sammeln wir jetzt Schwimmhallen-Geschichten.

Auszug aus der Chronik des Kollektivs der Schulschwimmlehrer. Repro: neu.sw

Neubrandenburger und solche, die es einmal waren, sind aufgerufen, ihre Erinnerungen zu schicken – sehr gern auch mit einem Foto: Geschichten aus der Zeit der Bauarbeiten, vom ersten Schwimmunterricht in jungen, aber vielleicht auch älteren Jahren oder auch Geschichten von spannenden Wettkämpfen. Die schönsten der gesammelten Erinnerungen sollen später im Foyer der Schwimmhalle ausgestellt werden. Sie ist schließlich ein Stück Zeitgeschichte Neubrandenburgs.

Einsendungen bitte mit vollständigem Namen und einer Kontaktangabe an:

   
Neubrandenburger Stadtwerke       
– Kennwort: Schwimmhalle – 
John-Schehr-Straße 1
17033 Neubrandenburg 
oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!                     
               
Einen kurzen Überblick haben wir bereits selbst zusammengetragen:  

Besonders der Schwimmunterricht zu DDR-Zeiten dürfte bei vielen Erinnerungen aufkommen lassen. Nackt, aber mit Badekappe, sprang ganz Neubrandenburg im Kindergarten- und Grundschulalter ins Schwimmhallenbecken. Besonders revolutionär – so hält die handgeschriebene Chronik des Kollektivs der Schulschwimmlehrer Neubrandenburgs in einem Eintrag von 1971 fest – war das „in der Republik einmalige Vorhaben“ vom „Vorschulschwimmen unter Tiefwasserbedingungen“.  

Der Versuch mit Fünf- und Sechsjährigen aus dem Kindergarten des VEB Wohnungsbaukombinat Neubrandenburg ging als Erfolg in die Geschichte des DDR-Schwimmunterrichts ein. Die Kinder hätten die Erwartungen übertroffen verkündete ein Sportarzt in der Zeitung „Freie Erde“. Sie erlernten „das Fortbewegen im Wasser, das Gleiten, Tauchen mit geöffneten Augen sowie das Springen und richtige Atmen beim Schwimmen“. Das Vorschulschwimmen etablierte sich in den folgenden Jahren. 

Sind die Schwimmlehrerinnen für dieses Experiment damals eigens zum Kennenlernen in den Kindergarten gegangen, um die Kleinen noch vor dem ersten Wasserkontakt langsam an sich zu gewöhnen, begann der Schwimmunterricht für Zweit- und Drittklässler mitunter recht rabiat. Manch einer erinnert sich mit Grausen, als Schwimmneuling ins Becken geschubst worden zu sein – ein Test, um sicher festzustellen, wer sich über Wasser halten konnte und wer nicht. So oder so, Schwimmen lernten die meisten Neubrandenburger. 84.000 sollen es allein in den ersten 30 Jahren gewesen sein. Von Erfolgsquoten deutlich über 80 Prozent wird berichtet.

Hilfsgeräte für den Schwimmunterricht entwickelten die Schwimmlehrer zu DDR-Zeiten zuweilen selbst, so wie
diese Schwimmsprossen - dokumentiert in der Chronik des Kollektivs der Schulschwimmlehrer Neubrandenburgs. Repro: neu.sw

Im Oktober 1969 war die „Volksschwimmhalle“ in Betrieb gegangen. Den Titel trug sie zurecht, denn die Neubrandenburger Bevölkerung hatte großen Anteil daran, dass sie überhaupt entstand. „45.000 bauen eine Halle“ titelte Ortschronist Joachim Milster in den 1990er Jahren in seiner Neubrandenburger Historie. Weil die Mittel fehlten, wurden die Neubrandenburger zu einer Spendenaktion aufgerufen, „die ihresgleichen in unserer Aufbaugeschichte suchte“.  

Unter dem Motto: „Mach mit, schöner unsere Städte und Gemeinden“ gaben sehr viele Menschen kleine und große Summen. Mit Altstoffen, Kronkorken oder Kuchenbasaren sammelten Kinder, Eltern, Betriebe und Hausgemeinschaften Geld für ihre Schwimmhalle. Der Rat der Stadt rief eigens eine Tombola ins Leben. Die Gewinne: Kaffeemaschinen, Uhren, Radios und ein Trabant. In der „Freien Erde“ berichtete eine Reportergruppe regelmäßig über den Spendenstand, aber auch die Schwimmhallen-Subbotniks, bei denen manch einer auch direkt vor Ort anpackte. Mit öffentlichen Geldern kamen schließlich die notwendigen 1,7 Millionen DDR-Mark zusammen. Die Halle wurde mit einem Schwimmwettkampf eröffnet. 

Seither hat sie einige Schönheitskorrekturen hinter sich. Nach der Wende übernahmen die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) den Betrieb von der Stadt. So können Triathleten, Schwimmer, Rettungsschwimmer und Taucher in dem 25 Meter langen Becken weiter regelmäßig ihre Bahnen ziehen und natürlich lernt der Nachwuchs hier weiterhin schwimmen – heute allerdings in angemessener Badebekleidung statt nackt mit Badekappe.  

Immer willkommen auch die Freizeitschwimmer, für die ebenfalls Extra-Zeiten reserviert sind. Bis auf die jährlichen Wartungsarbeiten in den Sommerferien, ist die neu.sw Schwimmhalle, wie sie heute heißt, täglich geöffnet – dreimal die Woche sogar 17 Stunden lang, von 5.30 Uhr bis 22.30 Uhr.
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