Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) beabsichtigen die Veräußerung des Erbbaurechts am denkmalgeschützten Amtshaus Broda in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg. Das Objekt bietet einen direkten Blick auf den Tollensesee. Strandbad, Wald und Kulturpark liegen in unmittelbarer Nähe. Grundstückseigentümerin und Erbbaurechtsgeberin ist die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg.
Das historische Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert wurde auf den Fundamenten eines im 12. Jahrhundert errichteten Klosters erbaut. Im Untergeschoss befindet sich bis heute das Kreuzrippengewölbe aus der Zeit des Klosters. Das Amtshaus Broda zählt zu den ältesten Bauwerken der Stadt und ist in der Denkmalliste eingetragen. Eine umfassende Sanierung erfolgte 2003/2004 im Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde.
Touristische Nutzung
Das Erbbaurecht hatte ursprünglich eine Laufzeit von 99 Jahren, aktuell verbleiben noch 78 Jahre. Ein Erwerber würde das Nutzungsrecht am Gebäude und am Grundstück übernehmen. Das Mindestgebot beträgt 691.000 Euro.
neu.sw hat das Amtshaus in den vergangenen Jahren als Bürostandort genutzt. Auch Veranstaltungen fanden dort statt. Die zukünftige Nutzung soll im Sinne der Vier-Tore-Stadt touristisch ausgerichtet sein und eine öffentliche beziehungsweise halböffentliche Zugänglichkeit – insbesondere des historischen Kellergewölbes – dauerhaft sichern. Interessenten sind verpflichtet, nachhaltige Betreiber- und Nutzungskonzepte vorzulegen und die denkmalrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Die Veräußerung bedarf der Zustimmung der Stadt Neubrandenburg.