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Jetzt kommt Highspeed-Internet ins Datzetal. Nach und nach werden in diesen Tagen Hunderte Breitband-Anschlüsse in der Gemeinde bei Friedland in Betrieb genommen. Das freut nicht nur den Bürgermeister.

Der Breitbandausbau im Datzetal geht in die Endphase: Bauleiter Jens Usczeck,
IT-Fachmann Daniel Krawczuk und Bürgermeister Jan Umlauft (von links) im Gespräch. © neu.sw

Der heißt Jan Umlauft und sprudelt fast über, wenn er vom Glasfaserausbau in seinen Dörfern erzählt. „Geile Sache“, fasst er zusammen. „Der Leidensdruck war sehr hoch. Das ist jetzt eine deutlich höhere Lebensqualität“, sagt er begeistert und zählt Beispiele auf, mit welch geringen Übertragungsgeschwindigkeiten mancher in seiner Gemeinde bisher auskommen musste: viele mit 16 Megabit pro Sekunde, bei einigen seien zu Hause gar nur 500 Kilobit pro Sekunde angekommen. Das ist Modemgeschwindigkeit aus den Anfangszeiten des Internets. Streamingdienste wie Netflix oder auch Mediatheken der Fernsehsender mussten für viele Fremdwörter bleiben, erzählt der Bürgermeister. Selbst E-Mails mit Bildern verschicken konnte dauern. 

Bürgermeister Jan Umlauft und Bauleiter Jens Usczeck (von links) in der Pop-Station in Salow.
Sie ist der Knotenpunkt für das Breitbandnetz im Projektgebiet rund um Friedland. © neu.sw

Das ändert sich jetzt. Aus Schneckentempo wird Lichtgeschwindigkeit. Mit dem von Bund und Land geförderten Breitbandausbau durch die Neubrandenburger Stadtwerke sind für Privatkunden Datenübertragungsraten zwischen 75 und 300 Mbit pro Sekunde möglich, für Unternehmen auch bis zu 1 Gigabit pro Sekunde. Der Landkreis koordiniert den Ausbau in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die neu-medianet als Stadtwerke-Tochter hat den Zuschlag für fünf der Projektgebiete erhalten. Friedland ist eines davon. 

Darüber ist auch Hans Albrecht Witte froh. Die Anbindung ans hochmoderne Glasfasernetz kommt für den Rinderzüchter im Ortsteil Pleetz genau zum richtigen Zeitpunkt. Internet gab es für ihn und seinen Betrieb bisher über ein Funksystem, eine Art Brückentechnologie für ländliche Gemeinden, die lange hielt und für die Hans Albrecht Witte dankbar war. Der Anbieter allerdings hatte den Kunden in der Gemeinde Datzetal zu Ende März gekündigt. „Wir waren kurz vorm Exitus“, sagt der Landwirt. Aber der nahtlose Übergang funktionierte. Nun läuft das neue Internet und das deutlich schneller. Hans Albrecht Witte kann sich – coronabedingt – in Online-Konferenzen mit Kollegen austauschen und auch Fotos und Dokumente lassen sich nun schneller hochladen und verschicken. 

Für die neu-medianet wacht unter anderem Bauleiter Jens Usczeck über die Arbeiten vor Ort. Auftragsvergabe, Materialbestellung, Betreuung der Baufirmen und der Kunden – all das gehört zu seinen Aufgaben. Und immer mal wieder macht er auch einen Hausanschluss für Nachrücker möglich. Aus Planungsgründen müssen Neukunden ihre Produktverträge eigentlichen geschlossen haben, bevor die Bauarbeiten beginnen. Nur dann ist der Bau der Hausanschlüsse im Rahmen der Förderung kostenlos. „Wenn die Bagger kommen, entscheidet sich aber manch ein Nachbar nachträglich für einen Anschluss“, erzählt Jens Usczeck. „Das bekommen wir dann meistens auch hin.“ Ganz kostenlos ist das dann allerdings nicht mehr, sondern zu einem Angebotspreis zu bekommen. Wichtig ist deshalb ein Blick auf den Verfügbarkeitscheck. Er gibt einen Anhaltspunkt, wann die Bauarbeiten in einem Ort beginnen und bis wann der Vertrag geschlossen werden sollte. 

Wenn sie da waren, läuft das Internet: Daniel Krawczuk und Jakub Garczewski
von ASTA-Bud nehmen Hausanschlüsse in Betrieb. © neu.sw

Im Datzetal sind die Tiefbauarbeiten inzwischen abgeschlossen und auch dafür hat Bürgermeister Jan Umlauft nur gute Worte. „Die Firmen, die hier gearbeitet haben, müssen wir sehr loben. Sie haben fast vor jedem Haus gebuddelt und man sieht nichts mehr davon“, sagt er. In Salow beispielsweise war das das polnische Unternehmen ASTA-Bud. Zwei Kollegen sind nun dabei, die Anschlüsse in Betrieb zu nehmen. Das dauert jeweils bis zu 1,5 Stunden. Dann zeigen sie auf ihrem Handy, dass die gebuchte Geschwindigkeit vorliegt. Demnächst wird Jan Umlauft das auch im Salower Speicher sehen. Von dort können künftig zum Beispiel die Gemeindevertretersitzungen übertragen werden. Und auch das Gutshaus wird ans Highspeed-Internet angeschlossen. „Dann können wir auch mit dem Jugendclub online gehen“, freut sich der Bürgermeister.

Mehr zum Breitbandausbau durch die Neubrandenburger Stadtwerke finden Sie immer unter www.glas-nost.de
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